Tag 38 – Improtheater und doch irre viel Müll

Nun, nun. Der letzte Halt vor Bremen und es gab nochmal Remmidemmi. Mein Zelt hatte ich mitten in Bremerhaven aufgeschlagen und mich auf den Weg zum Klimahaus gemacht. Aktion Nummer 1 am Samstag Vormittag: Das Improtheater AMS! aus Bremen improvisierte einige Sketche. „Hi, wir sind „Harald““, lautete die Begrüßung. Denn die Gruppe heißt „Harald im Anflug.“ Sie kamen nicht angeflogen, sondern angelaufen, aber es war trotzdem sehr beeindruckend. Ich habe sehr viel gelacht und mich teilweise in Richtung Boden gekrümmt. das Publikum drufte sich immer ein Stückchen Müll aus dem Sack heraus picken. (Da es da eine kleine Orga-Panne gab, hatten wir keinen Müll mitgebracht. Traurigerweise musste ich nur schnell zum Hafenbecken gehen und konnte aus dem Wasser massig Müll herausfischen. Der Müllsack war dann voll.) Zu diesen Müllstücken wurde dann auf verschiedenste Arten und Weisen eine unterhaltsame Geschichte gedichtet.
Nach einem kleinen Zwischenstopp bei Radio Bremen (Hui, die Pressewelle schwappt über mich rüber, aber wirklich) ging es dann auch schon für mich zur Aktion Nr. 2 des Tages: Müll sammeln mit dem Nordkind-Blog.
Mit 35 Menschen (Menschen aus unterschiedlichsten Hintergründen, total wunderbar! Manche sind auch noch spontan dazu hinzugestoßen.) haben wir penibelst den Deich gesäubert und abgegrast. Das schlimste hier: Der Kronkorken.
Der Kronkorken wird von der Flasche abgemacht und auf den Boden fallen gelassen. Meine Mama (Familienunterstützuuung, meine Tante war auch noch da) und ich haben aus einem Verschlag am Hafen ein ganzes Müllversteck gefunden: Lenkradbezüge, Flaschen, Tüten, Verpackungen. Da hat jemand die Natur als Mülleimer genutzt. So füllte sich dann auch hier ein guter Haufen an Müll. Für all die Aufräumarbeit durften wir dann noch ins Findus einkehren und wurden prächtig versorgt. Ein ganz wundervolles Café: Bio, regional & saisioal wie nur möglich, alles wir selbst gemacht und als Verteilstelle für die solidarische Landwirtschaft agieren sie auch noch. Nebenbei wird auch noch Kunst ausgestellt. Ein wunderbarer Platz- auch Brmerhavenn hat schöne Seiten. Mit einigen Menschen habe ich dann noch von einem Balkon die Sonne über dem Hafen untergehen sehen, bis sich die Wolken lila verfärbten und der Sternenhimmel hervorlukte.
Mein verrücktes Leben hat mir dann noch einen weiteren Videodreh bescherrt: Der NDR kam, sah und produzierte einen coolen Beitrag. Mit von der Partie war Pit, ein Freund, der fahrradmäßig eine mindestens genauso krasse Tour durch Asien hinter sich hatte. Er klagte nach unserer 70 km Tour aber auch über Hinternschmerzen (Meinem Popo geht es noch immer ausgezeichnet und Knie klagt auch nicht mehr) , während ich uns im Tempo doch etwas zurück hielt: Ich schwer bepackt, er flott mit vermutlich einem der leichtesten Fahrräder überhaupt unterwegs. Jaja, wir hatten eine lustige Zeit. Nach einigen Stunden erblickten wir dann doch das heilige Schild „Bremen“, das unsere Annkunft verkündete. Vertraute Straßenzüge führten mich rein nach Bremen. Ich bin also schon halb angekommen. Morgen um 11:00 Uhr komme ich die andere Hälfte an (An der Schlachte, Höhe Teerhofbrücke) und schon ist die „Tour de Meeresmüll“ zuende.

 

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